Zwar wird Cellulitis von allen Frauen als störend empfunden, doch es besteht erst dann Grund zur Sorge, wenn die Symptome deutlich zu sehen sind.

Obwohl im Abschnitt über die Pubertät bereits darauf eingegangen wurde, soll noch einmal betont werden, dass Cellulitis am besten dadurch bekämpft wird, dass man so früh wie möglich mit der Vorbeugung beginnt.

Es ist jedoch nie zu spät, um etwas dagegen zu unternehmen, auch wenn es kein Patentrezept gibt. Allerdings lässt sich eine deutliche Verbesserung des Zustands erreichen, wenn mehrere Maßnahmen gleichzeitig ergriffen werden.

Cellulitis ist das Ergebnis folgender Faktoren:
– natürliche Veranlagung;
– Hormonschwankungen;
– schlechte Ernährungsgewohnheiten;
– ungesunder Lebensstil.

Wenn gegen die letzten zwei Faktoren etwas unternommen wird, kann der Entwicklungsprozess aufgehalten und sogar umgekehrt werden. Doch diese Besserung erreicht man nur, wenn eine Umstellung der gesamten Lebensweise vorgenommen wird. Folgende Maßnahmen sollten ergriffen werden:
– Normalgewicht anstreben
Da Übergewicht eine Verschlimmerung der Cellulitis bewirkt, sollten die Betroffenen eine Gewichtsabnahme anstreben, damit die Symptome besser zu erkennen sind. Dann kann eine lokale Behandlung der Cellulitis erfolgen.
– Ernährung umstellen
Man sollte vor allem seine schlechten Essgewohnheiten aufgeben. Dazu genügt es, die Grundprinzipien der Methode 1 anzuwenden, die auf einem bevorzugten Verzehr von Kohlenhydraten mit einem niedrigen glykämischen Index beruhen.
– Venenschwäche behandeln
Die Venenschwäche, die allgemein als „schlechte Durchblutung“ bezeichnet wird, ist eine häufige Erkrankung, die bei Cellulitis zwangsläufig in Erscheinung tritt. Es kommt zu Durchblutungs-
Störungen, die durch die sitzende Lebensweise und den modernen Lebensstil noch verstärkt werden (zu enge Kleidung, zu heiße Bäder, zu viel Sonne).

In schwerwiegenden Fällen dürfte eine ärztliche Behandlung von großem Nutzen sein, doch meistens haben sich alte Hausmittel (Rosskastanienextrakt…) am besten bewährt. Sie sind genauso wirksam wie Medikamente, besitzen aber keinerlei Nebenwirkungen. Diese Naturprodukte sind im Übrigen in jeder Apotheke erhältlich.

Ein paar Minuten Gymnastik täglich (Seilhüpfen…) und eine sportliche Betätigung zwei- bis dreimal in der Woche (Laufen, Jogging, Fahrrad fahren, Schwimmen) sind besonders zu empfehlen.

Außerdem sollte man nie den Fahrstuhl, sondern immer die Treppe benutzen (zwei Stufen auf einmal).
Stress abbauen

Um Stress abzubauen, sollte man auf keinen Fall Beruhigungsmittel oder andere angstlösende Mittel einnehmen, sondern vielmehr Entspannungsübungen oder Yoga machen.
Akupunktur sowie bestimmte homöopathische oder phytotherapeutische Behandlungen eignen sich ebenfalls zur Stressbewältigung.

Creme verwenden
Die Behandlung der Cellulitis mit einer speziellen Creme verläuft nur dann erfolgreich, wenn zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden.

Bei der Verwendung von Cremes auf Koffeinbasis lässt sich eine deutliche Verbesserung der Hautoberfläche feststellen, doch sollte die Creme nicht zu stark einmassiert werden, da es sonst zu einer Ausbreitung der betroffenen Stellen kommen kann.

Wundermittel
Meiner Meinung nach gibt es zwei Wundermittel gegen Cellulitis, auch wenn sie von einigen als völlig wirkungslos bezeichnet werden. Dazu zählt zunächst das Stillen.

Viele meiner Leserinnen sind durch das Stillen tatsächlich ihre Cellulitis losgeworden. Allerdings hatten sie zusätzlich die Prinzipien der Methode angewendet, was bei früheren Schwangerschaften nicht der Fall war.

Es waren somit zwei Faktoren notwendig, um diesen Erfolg zu erzielen: das Stillen und eine gleichzeitige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten.

Die werdenden Mütter können es ja ausprobieren… Wer nicht schwanger ist, kann die Cellulitis mit dem zweiten „Wundermittel“ bekämpfen. Dabei handelt es sich um eine Lebertran-Kur, die in Verbindung mit einer Ernährungsumstellung durchgeführt wird.

Es wurde im Übrigen wissenschaftlich nachgewiesen, dass der Verzehr von Fischöl zu einer deutlichen Verringerung der abdominalen Fettmasse führt.

Einige Frauen haben nun täglich drei Löffel Lebertran über einen Zeitraum von mindestens vier Monaten zu sich genommen und ihre Ernährung nach den Prinzipien der Methode ausgerichtet. Die erzielten Erfolge reichten von einer Besserung der Cellulitis bis hin zu einem völligen Verschwinden der Orangenhaut.

Man benötigt allerdings etwas Mut, um diesen Versuch durchzuführen und vor allem durchzuhalten!

Am besten schüttet man den Lebertran in ein Glas (oder einen Joghurtbecher, den man anschließend wegwirft), hält sich die Nase zu und trinkt das Glas in einem Zug leer… Anschließend sollte man den Saft zweier Zitronen (natürlich ohne Zucker) zu sich nehmen. Es ist hart, aber es scheint zu funktionieren!

Ärztliche Behandlung
Wenn keine der bisher aufgeführten Maßnahmen zu einem befriedigendem Ergebnis geführt hat, bleibt nur noch der Weg zum Spezialisten, der die geeignete Behandlungsmethode je nach Art der Cellulitis) festlegt. Gegenwärtig gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten: Lymphdrainage, Mesotherapie, Zellipolyse…

Diese Behandlungen haben jedoch den Nachteil, dass sie sehr kostenintensiv sind.
– Medikamenteneinnahme
Diesem wichtigen Thema ist ein ganzes Kapitel gewidmet.