Als Kolumbus auf Entdeckungsreise ging, kannte er weder den Begriff Jetlag noch die damit benannte Erscheinung, nämlich dass man auf langen Flügen in Ost-West-Richtung oder umgekehrt aus dem Schlafrhythmus kommt. Dazu segelte er viel zu langsam.

Anders beim heutigen Fliegen: Hierbei kommt die innere Uhr des Körpers durcheinander. Wir haben dann nicht nur Schwierigkeiten mit dem Schlafen oder Wachsein; auch das Immunsystem wird geschwächt, die Psyche ist labil, man hängt durch. Und bei Frauen kommt oft die Menstruation aus dem Rhythmus.

Man kann die Auswirkungen des Jetlag aber mildern, indem man folgende Dinge beachtet:
■ Beginnen Sie schon vor der Reise, je nach Flugrichtung – Westen oder Osten – Ihre Mahlzeiten und
Schlafzeiten allmählich vor- oder zurückzuverlegen.
■ Stellen Sie Ihre Uhr schon zu Beginn der Flugreise auf die Ankunftszeit ein – gewissermaßen zur innerlichen
Einstimmung.
■ Planen Sie für die Zeit nach der Ankunft nicht gleich große Unternehmungen.
■ Legen Sie sich am Ankunftsort nicht tagsüber zum Schlafen hin – noch im Rhythmus Ihrer alten inneren Uhr -,
sondern gehen Sie erst abends ins Bett, was ruhig früher oder später als zu Hause sein kann.
■ Wenn Sie nach Westen fliegen, gehen Sie nach Ankunft erst abends ins Freie, denn das Abendlicht bewirkt,
dass der innere Tag verlängert wird.
■ Bei einem Flug nach Osten, der wesentlich größere Probleme bereitet, gehen Sie erst dann ins helle Licht,
wenn die „innere Nacht” – berechnet nach dem Zeittakt des Abflugortes – fast vorüber ist.
■ Verdunkeln Sie das Hotelzimmer vor dem Schlafen.
■ Trinken Sie viel Wasser, aber weder Kaffee, Tee, noch alkoholische Getränke.

Bis zur endgültigen Umstellung braucht der Körper im Schnitt eine knappe Woche. Man kann diesen Prozess mit dem Hormonmedikament Melatonin zwar leicht beeinflussen; es ist allerdings in Deutschland nicht zugelassen.

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