Die Geburt ist ein einschneidendes Erlebnis, weshalb sich Frauen sowohl mental als auch körperlich darauf vorbereiten sollten.

Falls eine Gewichtsabnahme erforderlich ist, sollte sie immer vor der Schwangerschaft erfolgen. Die meisten Frauen sagen sich jedoch, dass auch nach der Geburt noch genügend Zeit dafür ist, da sie in der Schwangerschaft sowieso an Gewicht zunehmen. Irrtum! Wer an Übergewicht leidet, sollte möglichst vor einer Schwangerschaft für eine Gewichtsabnahme sorgen, damit sich die überflüssigen Pfunde nicht „festsetzen“ und Komplikationen beim Fötus oder bei der Mutter vermieden werden (Bluthochdruck, Diabetes, Eklampsie).

Von einer Gewichtsabnahme nach der herkömmlichen Diätmethode (kalorienreduzierte Diät) ist auf jeden Fall abzuraten, da es gerade dann zu einem gravierenden Mangel an Vitaminen, Mineralsalzen und Spurenelementen kommen würde, wenn ein erhöhter Bedarf besteht.

Wenn die Gewichtsabnahme dagegen nach der Montignac-Methode vorgenommen wird, werden sämtliche Nährstoffe, die für ein gesundes Wachstum des Babys erforderlich sind, über die Nahrung zugeführt.

Die werdende Mutter muss neun Monate lang für eine optimale Entwicklung des Fötus sorgen, ohne jedoch ihre eigenen Reserven zu verbrauchen. Deshalb empfiehlt sich eine nährstoffreiche Nahrungszufuhr, die gleichmäßig über den Tag verteilt werden sollte.

Neben unseren Grundprinzipien, die diese Voraussetzung erfüllen kommen folgende Empfehlungen zusätzlich in Betracht:
– Es ist nicht notwendig, die doppelte Nahrungsmenge zu sich zu nehmen. Man sollte sich jedoch besonders nährstoffreich ernähren.
– Für eine ausreichende Zufuhr an tierischen Proteinen (Fleisch, Ge- flügel, Fisch, Eier, Milchprodukte…) und pflanzlichen Proteinen (Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte) sorgen, da sie für die Entwicklung des Babys unentbehrlich sind. Man sollte jedoch nicht mehr als einmal in der Woche Leber verzehren, um das Risiko einer Schädigung durch Vitamin A zu vermeiden. Auf den Verzehr von rohem Fleisch, wie zum Beispiel Tatar, und Muscheln (Infektionsrisiko) ist ebenfalls zu verzichten.
– Möglichst viel Kalzium zuführen, damit die Knochenbildung des Kindes sichergestellt ist und die Kalziumreserven der Mutter nicht angegriffen werden. Deshalb sollte zu jeder Mahlzeit ein Milchprodukt (Milch, Käse, Joghurt, Quark/Frischkäse) verzehrt werden.

– Mineralwasser bevorzugen, um eine ausreichende Versorgung Fluor zu gewährleisten.
– Auf eine ausreichende Eisenzufuhr achten, um Anämie, Müdigkeit oder Infektionsanfälligkeit zu vermeiden (Blutwurst, Fleisch, Hülsenfrüchte, Trockenobst und Eier).
– Genügend Folsäure zuführen, damit es beim Fötus zu keinen Missbildungen kommt. Dies erreicht man durch den bevorzugten Verzehr von Bierhefe, Weizenkeimen und Hülsenfrüchten.
– Ballaststoffreiche Nahrung zu sich nehmen, da darin viel Vitamine und Mineralsalze enthalten sind und dadurch der Verstopfung entgegengewirkt wird. Obst, Rohkost, frisches Gemüse, Salat, Vollkornbrot, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte sollten deshalb regelmäßig auf dem Speiseplan stehen.
– Für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen, um die Dehydrierung (Wasserentzug) zu verhindern, die Darmtätigkeit zu fördern und Harninfektionen Einhalt zu gebieten.

Auf Alkohol ist natürlich zu verzichten, um das Baby nicht zu gefährden. Gegen ein halbes Glas Rotwein (0,11) gelegentlich nach der Mahlzeit ist jedoch nichts einzuwenden, da die darin enthaltenen Polyphenole die Blutzirkulation verbessern;
– Medikamente oder Zusatzpräparate nur auf ärztliches Anraten einnehmen;
– abwechslungsreiche Kost zu sich nehmen, um eine Mangel-ernährung zu vermeiden und das Kind an die Nahrungsvielfalt zu gewöhnen. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat besitzt der Fötus die Fähigkeit, Geschmack zu empfinden. Wenn das Baby im Mutterleib verschiedene Nahrungsmittel kennen gelernt hat, lässt sich das Abstillen leichter bewerkstelligen;
– nicht rauchen, da Raucherinnen häufig untergewichtige Babys gebären;

Manche Frauen nehmen während der Schwangerschaft fünfzehn bis zwanzig Kilo zu, was völlig ungerechtfertigt ist. Im Normalfall kommt es zu einer Gewichtszunahme von etwa acht Kilo, die sich folgendermaßen zusammensetzen:
– Fötus – 3,5 kg;
– Plazenta – 500 g;
– Gebärmutter – l kg;
– Fruchtwasser – 700 g;
– Brust – 1 kg;
– Blutmenge – 1,3 kg.

Der Unterschied zwischen der theoretischen (acht Kilo) und tatsächlichen Gewichtszunahme lässt sich folgendermaßen erklären: Im zweiten Drittel der Schwangerschaft nimmt der Fötus wenig an Gewicht zu, doch bei der Mutter kann es durch einen unbewussten Reflex zu einer Bildung von Fettdepots kommen, damit für den Notfall genügend Reserven zur Verfügung stehen. Eine Ernährung aus hyperglykämisch wirkenden Lebensmitteln begünstigt im Übrigen diese Gewichtszunahme, weshalb die Anwendung der Montignac-Methode die beste Vorbeugung darstellt.

Manchmal ist das zusätzliche Gewicht jedoch auf eine übermäßige Wasseransammlung zurückzuführen, woraus Ödeme entstehen können, die die Blutzirkulation beeinträchtigen. In diesem Fall ist ein Arzt hinzuzuziehen, da sich dahinter Bluthochdruck oder Albuminorie (Eiweiß im Harn) verbergen kann.

Die Gewichtszunahme muss auf jeden Fall im Verhältnis zum Ausgangsgewicht und zur Körpergröße stehen. Eine Frau, die bei einer Größe von 1,50 m sechzig Kilo wiegt, sollte während der Schwangerschaft nicht mehr als acht Kilo zunehmen.

Eine Frau, die bei einer Größe von 1,75 m nur zweiundfünfzig Kilo wiegt, kann problemlos fünfzehn Kilo zunehmen, da ihr Körper sehr wenig Fettreserven besitzt. Nach der Geburt wird sie die überflüssigen Pfunde schnell wieder verlieren. Stillen begünstigt im Übrigen den Fettabbau, so dass sie bald wieder so schlank sein wird wie vor der Schwangerschaft.