Man muss unterscheiden zwischen dem Übergewicht, das auf eine übermäßige Fettmasse zurückzuführen ist und dem zusätzlichen Gewicht, das durch eine Wasseransammlung entstanden ist.

Einige Frauen leiden an Ödemen, die vor allem im Bereich der Extremitäten, im Bauchraum und an den Händen auftreten. Diese Ödembildung hängt in den meisten Fällen vom Menstruationszyklus ab. Vor der Menstruation ist die Wasseransammlung am größten, was durch vollere Brüste und einen dickeren Bauch zum Ausdruck kommt. Außerdem klagen viele Betroffene über Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Kopfschmerzen und Verstopfung, die mit Venenschwäche, Störungen im Wasserhaushalt und einer erhöhten Östrogenproduktion einhergehen können.

Welche Maßnahmen sind zu ergreifen?
– Die Salzzufuhr sollte auf ein Minimum reduziert werden (5 bis 8 g pro Tag), weshalb auf salzhaltige Lebensmittel, wie zum Beispiel Wurst, zu verzichten ist.
– Es müssen genügend Proteine zugeführt werden, was durch den Verzehr von Fisch, Fleisch, Eiern und Käse erreicht wird.
– Es ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, denn Wasser ist das beste Diuretikum. Frauen, die über Wasseransammlungen im Körper klagen, nehmen im Allgemeinen zu wenig Flüssigkeit zu sich.

Die harntreibende Wirkung des Wassers wird noch verstärkt, wenn die Flüssigkeit im Liegen zugeführt wird, wie es bei Trinkkuren üblich ist.
– Auf die Einnahme von Diuretika ist zu verzichten, da ihre Wirkung in den meisten Fällen zu wünschen übrig lässt und der Organismus sich sehr schnell daran gewöhnt. Außerdem führt jede Unterbrechung der Einnahme zu einer Verschlechterung des Zustands.
– Laxativa (zur Behandlung von Verstopfung) sind ebenfalls zu meiden. Eine normale Darmtätigkeit wird einzig und allein durch eine ausgewogene Ernährung erreicht.
Eine Störung der Blutzirkulation bedarf dagegen einer angemessenen Behandlung. Besonders empfehlenswert sind Präparate auf Vitamin P-Basis (Flavone).

Zu den weiteren Behandlungsmöglichkeiten dieser leider chronisch verlaufenden Erkrankung zählen das Hochlegen der Beine, der Verzicht auf das Rauchen und die Lymphdrainage.